Nickelsdorf: Info-DIREKT-Redakteure greifen illegale Einwanderer auf
Einer von den Info-DIREKT-Redakteuren entdeckter Migrant. Bild: Info-DIREKT

Vergangene Woche waren Info-DIREKT-Chef Michael Scharfmüller und ein weiterer Info-DIREKT-Mitarbeiter in Niederösterreich und im Burgenland unterwegs, um den stillen aber zahlenmäßig enormen Ansturm auf unsere Grenzen durch illegale Einwanderer zu dokumentieren. Dabei wurden die beiden kurzerhand auch selbst zu Grenzschützern.

Zum Aufgriff der „Illegalen Grenzgänger“ (IG), wie es im Bundesheer-Jargon heißt, kam es unweit des Ortes Nickelsdorf. Hier eine kurze Schilderung der ungewöhnlichen Entdeckung durch Michael Scharfmüller:

„Seit ein paar Stunden lang stehen wir direkt am Grenzübergang Nickelsdorf bei einer dort provisorisch mit Containern und zwei großen Zelten eingerichteten Erstregistrierungsstelle. Dabei beobachten wir, wie immer wieder Migranten mit VW-Bussen und einmal sogar mit einem großen Bundesheer-Reisebus auf das große Gelände der Registrierungsstelle gebracht werden. Anders als im Katastrophenjahr 2015 spazieren die Migranten nämlich in diesem Jahr meist nicht direkt zum offiziellen Grenzübergang, sondern sickern sehr häufig über etwas abseits gelegene Feldwege und Maisfelder ins Land ein, wo sie von Polizisten oder Soldaten aufgegriffen werden.

Um das zu sehen, oder zumindest Spuren dieses erneuten Grenzansturms zu finden, fahren wir in die 1.800-Einwohnergemeinde Nickelsdorf, die gleich hinter dem gleichnamigen Grenzübergang liegt. Dort lassen wir etwas außerhalb des Dorfes unser Auto stehen und gehen auf einer kleinen Straße Richtung Staatsgrenze. Außer ein paar Rehen und Hasen, die wir in der Mittagshitze bei unserem Spaziergang aufschrecken, sehen wir jedoch nicht viel – noch nicht.

Versteckt unter einer Brücke

Am Rückweg zum Auto werfe ich noch einmal einen Blick von einer Brücke, die über einen Seitenarm der Leitha führt. Und plötzlich, ich kann meinen eigenen Augen kaum trauen, sitzt dort ein junger Mann, der sich die Füße im seichten Wasser des Baches wäscht. Meine Frage, woher er komme, beantwortet er völlig unerschrocken mit: „Algerien“. Unter der Brücke hören wir noch weitere Stimmen.

Mein Kollege und ich gehen ein paar Schritte weiter. Wir beschließen die Polizei zu verständigen. Der Beamte, der am Polizeiposten Nickelsdorf meinen Anruf entgegennimmt, fühlt sich für unsere Meldung jedoch nicht zuständig. Er sei selbst gerade mit einem Grenzfall beschäftigt. Ich solle 133 anrufen. Auf meine Entgegnung, dass ich den Notruf deswegen nicht blockieren wolle, meint er, wir sollen es dem Bundesheer melden… Schließlich erklärt er sich doch dazu bereit unsere Entdeckung weiterzuleiten.

Ein ungutes Gefühl

Während des Telefonats, ein paar Meter von der Brücke entfernt, sehen wir den Algerier und zwei weitere Ausländer plötzlich auf der Straße stehen. Jetzt beginnen sie in unsere Richtung zu gehen. Wir wissen nicht, wer diese drei jungen Männer sind, was sie ins Land geführt hat und was sie jetzt vorhaben. Wirklich wohl fühle ich mich jetzt nicht. Dennoch beschließe ich, ihnen ein paar Schritte entgegen zu gehen und eine Unterhaltung mit ihnen zu beginnen. Die drei machen einen offenen und freundlichen Eindruck und fragen uns nach WLAN. Dass mein Kollege die ganze Szenerie mitfilmt und ich fotografiere, stört sie nicht. Im Gegenteil, sie wollen sogar wissen, auf welchem YouTube-Kanal sie das Video sehen können.

Aufgrund der Sprachbarriere ist die Unterhaltung nicht sehr ergiebig. Wir erfahren nur, dass zwei von ihnen aus Algerien und einer aus Marokko ist. Wenn ich sie richtig verstehe, sind sie über die Türkei nach Europa gekommen. Die letzten sechs bis sieben Stunden wären sie zu Fuß unterwegs gewesen, erzählen sie. Ihr Zielland sei Italien.

Ausgestattet wie für einen Sonntagsspaziergang

Was gleich ins Auge sticht: Die drei sehen nicht aus, als hätten sie eine lange Reise hinter und vor sich. Keiner von ihnen hat einen Rucksack oder ähnliches bei sich. Nicht einmal eine Jacke oder einen Pullover haben sie bei sich. Einer der Algerier trägt sogar nur Badeschlapfen (siehe Bild). Ihm fehlen sowohl die oberen Schneide-, als auch die beiden Eckzähne. Etwas besser ausgerüstet ist nur der Marokkaner. Er ist mit einem weißen, sauberen T-Shirt gekleidet. Um seine Hüfte hat er eine Bauchtausche geschnallt und in einer Hand trägt er ein kleines Plastiksäckchen. Ab und zu nimmt er sich Kartoffelchips daraus. Außer Smartphones und Zigaretten scheinen sie sonst auf ihrer Reise nichts (mehr) bei sich zu tragen.

Bild: Die von Info-DIREKT entdeckten Migranten bei der Ankunft der Polizei.
Bild: Die von Info-DIREKT entdeckten Migranten bei der Ankunft der Polizei.

Die Polizei kommt

Die drei Migranten gehen nun weiter Richtung Dorf. Wir halten ein paar Meter Abstand und folgen ihnen. Ein „ÖBB-Security“-Fahrzeug fährt achtlos an den Migranten und uns vorbei. Etwa eine Viertelstunde später kommt uns ein grauer VW-Bus ohne Beschriftung aber mit aufgesteckter, blauer Rundumkennleuchte entgegen – die Polizei.

So werden wir Info-DIREKT-Redakteure Zeugen einer Amtshandlung, die sich in diesem Gebiet täglich sicherlich um die 100 Mal abspielt. Zwei Polizisten mit Schutzwesten steigen aus dem Fahrzeug. Sie grüßen die drei illegalen Grenzgänger freundlich, fragen woher sie kommen und klären sie darüber auf, was jetzt mit ihnen passiere. Hier eine Kurzzusammenfassung davon:

  • Sie werden jetzt zu einer Registrierungsstelle gebracht
  • Das kann bis zu 48 Stunden dauern.
  • Für diesen Zeitraum müssen sie ihre Smartphones abgeben. Sie erhalten diese jedoch nach 48 Stunden zurück. Wenn sie noch jemandem eine Nachricht schreiben wollen, sollen sie das deshalb sofort machen
  • Bevor es weitergeht, muss jedoch noch ein Corona-Test gemacht werden

Schwitzende Polzisten & glückliche Migranten

Beide Polizisten setzen sich jetzt eine FFP2-Maske auf. Für alle drei Migranten wird nun eine Art Stammblatt angelegt, auf dem vermerkt wird woher sie kommen. Zudem bekommen sie ein Armband mit einer Nummer. Die drei Einwanderer machen einen sehr glücklichen Eindruck. Immer wieder lachen sie in unsere Kameras. Ich frage sie, ob sie sich darüber freuen, dass sie die Polizei aufgegriffen hat? Die Antwort ist eindeutig: „Yes!“

Bevor die Nordafrikaner in den Polizeibus steigen dürfen, bekommen sie eine FFP2-Maske verpasst und werden einer Leibesvisitation unterzogen. Zwischendurch zieht ein Polizeihubschrauber eine Schleife über unseren Köpfen (siehe Video am Ende des Beitrags). Ich frage einen Polizisten, ob ich das richtig verstanden habe, dass die drei ihre Handys abgeben mussten. Freundlich aber bestimmt gibt mir dieser zu verstehen, dass er dazu nichts sagen dürfe.

Eine falsche Entscheidung?

Während die Polizisten mit ihren „Kunden“ Richtung Registrierungsstelle fahren, sprechen mein Kollege und ich darüber, ob es wirklich schlau war, unsere Entdeckung der Polizei zu melden. Wahrscheinlich wäre es für Österreich nämlich sogar besser gewesen, wir hätten die drei in unser Auto gesetzt und gleich in ihr Wunschland Italien gebracht, denn jeder Migrant, der in Österreich als erstes registriert wird, wird vermutlich auch für immer hier bleiben und sobald sich eine Gelegenheit dafür ergibt auch seine Familie nachholen.“

An unseren Grenzen droht sich derzeit das Katastrophenjahr 2015 zu wiederholen. Alleine im Juni 2022 wurden 9.000 Asylanträge in Österreich gestellt. Mehr dazu: Wacht auf: Unsere Grenze brennt! 2015 wiederholt sich

Mehr Eindrücke direkt von der Grenze und vom „Erstaufnahmezentrum Ost“ in Traiskirchen lesen Sie im nächsten Magazin Info-DIREKT. Am besten gleich ab nur 38,50 Euro abonnieren!

Übrigens, Remigration ist nicht nur möglich sondern auch sinnvoll und wünschenswert! Mehr dazu: Schluss mit der Märchenstunde: Die ganze Wahrheit über Syrien

Hier ein kurzes TikTok direkt vom Polizeieinsatz:

@infodirekt

Alleine im Juni wurden in #Österreich 9.000 Erstanträge auf #Asyl gestellt. Tendenz stark steigend! #Nicklsdorf #Polizei #asylwerber#flüchtlinge#hubschraubereinsatz #überfremdung #migration #burgenland #illegale

♬ Originalton – Michael Scharfmüller

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Von Veritatis

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