Alles in allem ist der Tausch des Jahrhunderts für Russland in jeder Hinsicht ein Gewinn. Er könnte auch für die USA und das Vereinigte Königreich ein Gewinn sein, wenn ihre Regierungen aufmerksam genug sind, um diesen pragmatischen Vorschlag ernsthaft in Erwägung zu ziehen, aber ihr ideologisch motivierter Hass auf alles, wofür Assange steht, könnte sie für diese Realität blind machen.

Der Gesundheitszustand von Julian Assange von WikiLeaks verschlechtert sich zusehends und er wird mit ziemlicher Sicherheit im Gefängnis sterben, wenn er von Großbritannien an die USA ausgeliefert wird, wo ihm 175 Jahre hinter Gittern drohen, nachdem er über seine Plattform amerikanische Kriegsverbrechen aufgedeckt hat. Diese globale Ikone der freien Meinungsäußerung und des unabhängigen Journalismus erregt weltweit die Sympathie aller außer den radikalsten unipolaren Liberal-Globalisten, weshalb er um jeden Preis freigelassen werden muss. Auch wenn es weit hergeholt ist, könnte die einzige realistische Chance darin bestehen, dass Russland den Tausch des Jahrhunderts anbietet, indem es öffentlich vorschlägt, inhaftierte westliche Söldner aus den USA und Großbritannien gegen Assange auszutauschen.

Zwei Briten wurden bereits zum Tode verurteilt, und es ist nicht auszuschließen, dass die beiden Amerikaner, die gerade gefangen genommen wurden, nach ihren bevorstehenden Prozessen das gleiche Schicksal ereilen wird. Diese vier Personen sind für sich genommen nicht annähernd so wichtig wie Assange, aber die Tatsache, dass sie alle vor dem Erschießungskommando stehen könnten, hat weltweit Aufmerksamkeit erregt und in ihren Heimatländern zu heftigen Kontroversen geführt. Die anglo-amerikanische Achse ist für ihre Rücksichtslosigkeit bekannt, insbesondere dafür, wie sie ihre Bürger als Schachfiguren ausnutzt, um sie dann zu entsorgen, wenn ihr strategischer Nutzen abgelaufen ist, wie es bei diesen vier ausländischen Kämpfern bereits der Fall ist. Dennoch verabscheuen viele ihrer Landsleute diese kalte Vorgehensweise.

Wenn Russland öffentlich den Tausch des Jahrhunderts vorschlägt – diese vier inhaftierten westlichen Söldner im Austausch gegen Assange – würde es gleichzeitig mehrere strategische Ziele erreichen. Erstens würde es den bisher realistischsten Versuch unternehmen, diese globale Ikone der Meinungsfreiheit und des unabhängigen Journalismus zu befreien. Zweitens würde dies den falschen Behauptungen der von den USA geführten westlichen Mainstream-Medien (MSM), Russland sei eine sogenannte „Diktatur“, die nicht aufrichtig alles unterstützt, wofür Assange steht, energisch entgegenwirken. Drittens könnte dies zu friedlichen, nach amerikanischem und britischem Recht organisierten Protesten zur Unterstützung dieses Vorschlags führen, wodurch Druck von der Basis auf die beiden Regierungen ausgeübt werden könnte, diesem Vorschlag zuzustimmen.

Viertens würde die wahrscheinliche Weigerung dieser beiden Regierungen, den Bedingungen von Russlands Jahrhunderttausch nachzukommen, ihren glühenden Hass auf die beiden Dinge offenbaren, für die Assange steht: Redefreiheit und unabhängiger Journalismus. Und fünftens würden die USA und das Vereinigte Königreich im Grunde ihren eigenen Bürgern gegenüber zugeben, dass sie sie lieber durch ein Erschießungskommando im Donbass hinrichten lassen würden, als ihr Leben zu retten, indem sie sie gegen Assange austauschen. Dieses Endergebnis wäre der letzte Sargnagel für ihren Ruf in der Öffentlichkeit, da die Menschen nun wüssten, dass man sich nicht darauf verlassen kann, dass ihre Behörden ihr Leben retten, wenn sie gefangen genommen und zum Tode verurteilt werden, weil sie in demselben Stellvertreterkrieg kämpfen, den die USA und Großbritannien gegen Russland führen.

Alles in allem ist der Tausch des Jahrhunderts für Russland in jeder Hinsicht ein Gewinn. Auch für die USA und das Vereinigte Königreich könnte er ein Gewinn sein, wenn ihre Regierungen auf die globale und vor allem die innenpolitische Wahrnehmung achten und diesen pragmatischen Vorschlag ernsthaft in Erwägung ziehen, aber ihr ideologisch motivierter Hass auf alles, was Assange repräsentiert, könnte sie für diese Realität blind machen. Wie dem auch sei, es kann nicht schaden, es zu versuchen. Deshalb sollte die Sprecherin des Außenministeriums, Zakharova, in Erwägung ziehen, diesen Vorschlag bei einer ihrer nächsten Pressekonferenzen zu unterbreiten. Es würde die weltweite Wahrnehmung ihres Landes und der beiden unwiderruflich verändern, ganz zu schweigen davon, dass es möglicherweise sogar das Leben von fünf Menschen retten würde, von denen einer unbestreitbar unschuldig ist.



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Von Veritatis

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