Ein Mann paddelt mit seinem Boot auf einer überfluteten Straße am Stadtrand von Sydney.

Ein Mann paddelt mit seinem Boot auf einer überfluteten Straße am Stadtrand von Sydney.Foto: Mark Baker/AP/dpa

Überflutete Straßen, Stromausfälle und Evakuierungen: Die Einwohner der australischen Metropole Sydney und der umliegenden Regionen kämpfen weiter mit den Folgen des seit Tagen anhaltenden Hochwassers.

Überflutete Straßen, Stromausfälle und Evakuierungen: Die Einwohner der australischen Metropole Sydney und der umliegenden Regionen kämpfen weiter mit den Folgen des seit Tagen anhaltenden Hochwassers. 50.000 Menschen im Bundesstaat New South Wales wurden aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen oder sich auf die Flucht vorzubereiten, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. 22 Menschen wurden in der Nacht von den Einsatzkräften aus den Fluten gerettet. Das Unwetter führte nach Behördenangaben zu Stromausfällen in 19.000 Haushalten.

„Sydney ist nicht außer Gefahr“, sagte die Beauftragte für den Katastrophenschutz in New South Wales, Carlene York. „Es ist riskant da draußen.“ Die australische Bundesregierung rief für 23 überschwemmte Gebiete in dem Bundesstaat den Katastrophenfall aus. Nach Angaben von Meteorologen wird die Unwetterfront nach tagelangen Regenfällen in und rund um Sydney nun entlang der Ostküste Richtung Norden ziehen.

Das Leid der Bevölkerung

Viele Bürger waren völlig verzweifelt. „Wir werden verkaufen. Wir können das nicht noch einmal durchmachen“, zitierten Medien einen Mann namens Darren Morgan, dessen Haus im Vorort Lansvale innerhalb von 48 Stunden gleich zwei Mal von Sturzfluten überschwemmt wurde.

Verantwortlich für die Regenmassen ist ein mächtiges Tiefdruckgebiet zwischen Australiens Ostküste und der Nordinsel Neuseelands, das feuchte Luft und schwere Wellen an die Küste von New South Wales treibt. Premierminister Anthony Albanese, der am Dienstag von verschiedenen Gipfeltreffen in Europa zurückkehrt, wollte sobald wie möglich ins Katastrophengebiet reisen.

Nach mehreren Jahren der Dürre und verheerenden Buschbränden wurde Australiens Ostküste in den vergangenen Monaten wiederholt von Überschwemmungen heimgesucht. Im März hatte es in Sydney und weiten Teilen von New South Wales und Queensland verheerende Überschwemmungen gegeben. 20 Menschen kamen bei Unwettern in der Region ums Leben. Viele Regionen leiden noch unter den zerstörerischen Folgen der historischen Fluten und sind nun schon wieder von Hochwasser betroffen. (dpa/AFP)



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Von Veritatis

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