Die AfD sollte sich an Queen Elizabeth ein Beispiel nehmen!
Bild Queen Elizabeth: By UK Home Office – <a rel=”nofollow” class=”external free” href=”https://www.flickr.com/photos/ukhomeoffice/22777231659/in/album-72157661455374881/”>https://www.flickr.com/photos/ukhomeoffice/22777231659/in/album-72157661455374881/</a>, CC BY 2.0, Link; Bildkomposition inkl. AfD-Fahne: Info-DIREKT

Auf Facebook griff der Berliner Landtagsabgeordnete Antonin Brousek die Feierlichkeiten zum 70. Thronjubelium von Queen Elizabeth auf, um auf humorvolle Weise auf eine Unart mancher AfD-Funktionäre hinzuweisen. Dazu postete er eine Kachel mit der Aufschrift „Wer Interna an die Medien durchsticht, kommt nicht auf den Balkon. Demnächst auch bei uns?“

Hier der Facebook-Beitrag von Antonin Brousek als Info-DIREKT-Gastkommentar:

Wer darf bei den Royals auf den Balkon?

Interessieren Sie sich für die Royals? Ich eigentlich nicht. Mein Motto war schon immer „Les aristocrats à la lanterne!“. Aber auch so bekommt man immer einige Dinge mit. Zum Beispiel war beim großen 70-jährigen Thronjubiläum der englischen Queen zu sehen, dass Prinz Harry und seine Meghan nicht mit der königlichen Familie auf dem Balkon stehen durften. Und warum? Weil sie sich durch eigenmächtige Interviews, Fernsehauftritte und sonstige Äußerungen überraschend und wiederholt allzu negativ über das Haus Windsor geäußert hatten. So etwas kann Elisabeth gar nicht leiden.


Wer steht am AfD-Bundesparteitag ganz oben?

Die AfD hat, wie wir wissen, keine Königsfamilie. Ein gewisser Ersatz dafür ist aber bei uns der Bundesvorstand. Also wäre eigentlich unser Tino C. die englische Elisabeth W. Nun ist Riesa in Sachsen auch nicht ganz so vornehm wie Windsor in England, irgendwie aber doch vergleichbar. Denn in Riesa wird es im Juni auch so einen Balkon wie in Windsor geben. Und die große Frage ist, wer von der AfD-Familie dort oben stehen darf. England hat eine Erbmonarchie, die AfD eine Wahlmonarchie. Das macht die Sache schwierig, weil wenig berechenbar. Und auch die Royals haben ihre Tableaus. Bei uns allerdings gibt es allerdings seit Monaten so viele Tableaus, dass man sich tagtäglich wundert, wer denn eigentlich NICHT in den Bundesvorstand der Partei möchte.

Kein Platz für Putschisten

Klar sollte doch aber sein, dass die, welche aus dem Hinterhalt gegenüber der Presse unsaubere Kritik üben und Dinge durchstechen, unsere Meghans und Harrys eben, nicht dazugehören sollten. Erst recht nicht eine unsympathische Clique von Ehrgeizlingen, deren Putsch in den letzten Wochen kläglich scheiterte. Nun gibt es im Hause Windsor nur eine Familie, bei uns aber eigentlich drei. Die traditionell Konservativen, die zackigen Konservativen und die lockeren Konservativen, die immer wieder das Wort „gamechanger“ bemühen. Ich kann leider keine Fremdsprachen, weiß also nicht genau, was es bedeutet, es soll wohl aber hip und fancy klingen. Für mich klingt es nach Globalisierung. Die lehne ich ab.

Warum sich zudem eine deutschnationale Partei wie die AfD solch alberner Anglizismen bedient, ist mir auch nicht klar. Ich würde das nicht tun, ich bin ja aber Prager und kann da nicht wirklich mitreden. Eines aber weiß ich genau, dass nämlich bei den sogenannten Spielveränderern (oder Spielverderbern?) ganz dringend Leute auf dem Balkon stehen wollen, die meiner unmaßgeblichen Meinung nach nicht einmal im Keller stehen dürften, weil sie so unberechenbar, narzisstisch und manchmal geradezu heimtückisch sind.

Die englische Königsfamilie spielt politisch eigentlich fast gar keine Rolle mehr, man spricht nur viel über sie. Mit der AfD verhält es sich leider ähnlich. Der Platz auf dem Balkon ist aber bei beiden Familien ganz wichtig. Putschisten, Petzer und Spielverderber sollten dort deshalb keinen Platz bekommen. So wie eben der Duke und die Duchess of Sussex auch nicht.

 Über den Autor

Antonin Brousek wurde 1962 in Prag geboren und ist im Zivilberuf Richter. Seit 2021 ist er Abgeordneter der AfD im Berliner Abgeordnetenhaus. Hier finden Sie ihn auf Facebook. Info-DIREKT hat auch  hier (kein devotes Kriechen vor dem Verfassungsschutz) und hier (Dresdner Gespräch) über ihn berichtet.

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Von Veritatis

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