AfD-Parteitag: Alternative Medien unerwünscht, aber Sekt für etablierte Journalisten?
Symbolbild: Info-DIREKT

Die AfD kommt seit Monaten nicht zur Ruhe. Hauptverantwortlich dafür dürfte der Bundesparteivorstand sein, der sich mit aller Kraft an seine Macht klammert. Jüngster Vorfall: Der Umgang mit Medien aus dem eigenen Vorfeld beim Bundesparteitag in Riesa.

Ein Kommentar von Michael Scharfmüller

Durch einen Tweet wurde bekannt, dass es dem patriotischen Compact-Magazin und dem alternativen Fernsehsender „Auf1“ nicht möglich war, sich für den Bundesparteitag anzumelden. Die beiden Medien hätten die gesetzte Anmeldefrist für den Parteitag versäumt und deshalb sei eine Akkreditierung nicht mehr möglich gewesen, sollen die beiden Medien von der AfD-Bundesgeschäftsstelle als Antwort erhalten haben. Angeblich wurde jedoch auch dem online-Blog „PI-News“ die Teilnahme versagt, obwohl dieser seine Reporter fristgerecht angemeldet haben soll.


Aktueller Bundesvorstand weiter auf Meuthen-Kurs

Aus gut informierten Kreisen ist zu erfahren, dass es aus dem Bereich der alternativen Medien nur der „Jungen Freiheit“ möglich gewesen sein soll, eine Akkreditierung für den Parteitag zu bekommen. Nun steht der Vorwurf im Raum, dass der Bundesparteivorstand bewusst eine knappe Frist zur Anmeldung gesetzt hat und über diese auch nur bestimmte Medien informierte, um alternative Medien vom Parteitag auszusperren. Bekanntlich berichten die meisten alternativen Medien sehr kritisch über das Verhalten des Bundesparteivorstandes, der weiter auf den von Ex-AfD-Chef und Nestbeschmutzer Jörg Meuthen eingeschlagenen Kurs segeln.

Info-DIREKT hat die AfD-Bundesgeschäftsstelle, die den Parteitag organisiert, gestern Nachmittag mit den im Raum stehenden Vorwürfen per E-Mail konfrontiert und um eine Stellungnahme dazu gebeten. Bisher haben wir jedoch keine Antwort erhalten.

Alternative Medien bevorzugen

Stattdessen macht das Gerücht die Runde, dass der Bundesvorstand eine Teilnahme des Compact-Magazins verhindern wollte, weil das Medium vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Ob das der wahre Grund ist, oder nur ein weiterer Vorwand um unliebsame Berichterstattung über den angeblich gemäßigten Teil der Partei zu verhindern, ist schwer zu sagen. Bedenklich ist aber ohnehin, dass der AfD-Bundesvorstand nicht aktiv auf alternative Medien zugegangen ist, um diese zum Bundesparteitag einzuladen. Noch bedenklicher ist das Ganze, wenn das Gerücht stimmen sollte, dass es im Vorfeld des Parteitages für etablierte Journalisten „Sekt und Schnittchen auf Parteigelder“ gegeben haben soll.

Wenn man betrachtet, wie sich AfD-Bundesvorstandsmitglied Joana Cotar und Co. in den letzten Wochen verhalten haben, ist jedoch nicht einmal das undenkbar. Schließlich arbeiten diese Personen gerne mit der etablierten Presse zusammen, wenn es darum geht, den eigenen Parteikameraden eines auszuwischen. Mehr dazu im nächsten Info-DIREKT Printmagazin, Ausgabe 43.

Teil des patriotischen Dreiklanges werden

Will die AfD in Deutschland und Europa ernsthaft etwas zum Positiven bewegen, muss sie Teil eines patriotischen Dreiklanges werden. Dieser besteht aus beherzten Politikern, einer patriotischen Zivilgesellschaft und alternativen Medien. Parteien, die sich an bestehende Verhältnisse anbiedern, gibt es bereits genug. Will die AfD weiterhin Bestand haben, muss sie endlich den Mut aufbringen, Quertreiber aus der Partei zu werfen und selbstbewusst neue Wege gehen.

Nachtrag, vom 16. Juni 2022, 20:55 Uhr: Vom deutschen Nachrichtenmagazin „Zuerst!“ haben wir eben erfahren, dass es am am Parteitag sogar mit einem Infostand vertreten ist.

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Von Veritatis

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